Strategie­planung

Wussten Sie, dass nur 45% der befragten Unternehmen ihre Ergebnisse aus den internen, externen und strategischen Analysen zur Planung nutzen?

Definition

Historisch wurde unter Strategie (griechisch: strategos) die „Kunst der Heeresführung“ verstanden. Heutzutage wird unter Strategieplanung der Prozess verstanden, der die Entwicklungsrichtung eines Unternehmens erarbeitet. Vorrangige Aufgabe ist es dabei, Szenarien zu erarbeiten, in denen sich das Unternehmen nachhaltig wettbewerbs- und renditefähig aufstellen kann. Als Ergebnis wird dann ein Weg ausgewählt um das Unternehmen für eine positive Zukunft zu positionieren.

  • Strategische Analyse
  • Strategische Gestaltung
  • Strategische Implementierung

Quelle: Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon

Die Strategieplanung ist in die Phasen Analyse, Gestaltung und Implementierung unterteilt

Inhaltliche Beschreibung

Strategieentwicklung ist eine der wesentlichsten Aufgaben des Top-Managements. Dementsprechend ist auch der Strategieplanungsprozess von der Führungsebene anzustoßen. In der heutigen schnelllebigen und disruptiven Welt reicht es nicht mehr aus, sich auf historisch erfolgreichen Strategien auszuruhen. Eine jährliche Überprüfung und Erarbeitung ist hier im Rahmen der Unternehmensplanung notwendig geworden.

Strategie unterscheidet sich wesentlich von Vision, Zielen, Maßnahmen oder Taktik. Während eine Vision inspirieren soll, die Mission den Existenzgrund definiert, ein Ziel einen Sollzustand vorgibt und die Taktik und Maßnahmen die Handlungen hierfür darstellen, definiert eine Strategie das unverwechselbare konkurrierende Vorgehen eines Unternehmens und die wettbewerblichen Vorteile auf denen das Vorgehen basiert.

Der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens hängt sowohl von der grundsätzlichen Branchenattraktivität als auch von der Wettbewerbsfähigkeit und Positionierung des Unternehmens innerhalb dieser Branche ab.

Teil einer Strategie ist es, eine positive Transformation in der betroffenen Branche zu treiben. Aber selbst in interessanten Branchen kann es nur einen Spitzenreiter geben. Die Wettbewerbsvorteile eines Unternehmens spiegeln sich in dessen Wertschöpfungskette wieder.

Ob das Unternehmen sich strategisch von den Wettbewerbern wirklich abgrenzt, sollte innerhalb des Unternehmens mit der Fragestellung überprüft werden, ob das Gegenteil der strategischen Ausrichtung eine "dumme" Wahl wäre. Ist dem so, wird jeder Wettbewerber mehr oder weniger die gleiche Strategie verfolgen…

Das Themenportfolio der Strategischen Unternehmensplanung umfasst Vision, Mission, Strategie und Taktik

Strategische Fragen für Unternehmer

so stellen sich die Fragen:

  • Wer sind die Kunden und welche Bedürfnisse haben Ihre Kunden?
  • Was sind Ihr Nutzenversprechen, der Zweck und die messbaren Ziele Ihres Unternehmens?
  • Was ist einzigartig an Ihrem Unternehmen im Vergleich zu den anderen?
  • Wie sollte Ihr Unternehmen Wert für Ihre ausgewählte Kundengruppe kreieren?
  • Was sind die Produkte / Dienstleistungen und wie sollten diese integriert und über die gesamte Organisation eingesetzt werden, um dem Kunden zu nützen?
  • Welche Aufbauorganisation und Kultur stellt die Erreichung dieses Ziel am besten sicher?
  • Welche externen Einflüsse entscheiden über die Brachenattraktivität?

Strategische Planung

Hier zeigen wir Ihnen Möglichkeiten und Tools zur Strategieplanung als Basis für eine Unternehmensplanung. Denn laut Statistik nutzen nur 45% der Unternehmen die vorhandenen internen, externen sowie strategischen Analyseergebnisse für ihre Unternehmensplanung

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Vorgehen

1. Externe Analyse durchführen

Durch die Branchenstrukturanalyse (5 Forces) von Porter kann die wesentliche Frage „Ist die Branche profitabel oder nicht?“ geklärt werden. Durch eine Wettbewerbsanalyse kann die Frage „Wie ist unser Unternehmen in der Branche positioniert?“ abgeleitet werden und dadurch auch die Wettbewerbsvorteile erörtert werden.

2. Interne Analyse durchführen

Eine der wesentlichen internen Analysen (neben der Finanzanalyse) ist die Analyse der Wertschöpfungskette. Hier soll die Frage „Wie steht das Unternehmen aktuell da?“ beantwortet werden. Wettbewerbsvorteile ergeben sich einerseits durch operationelle Exzellenz sowie andererseits durch eine strategische Positionierung.

3. SWOT erarbeiten

Aus den Ergebnissen der internen & externen Analysen wird ein Stärken/Schwächen- & Chancen/Gefahren-Profil abgeleitet. Üblicherweise wird dies in einer SWOT Matrix visualisiert.

SWOT-Matrix

4. Geschäftsmodell darstellen

Die wesentlichen Fragen, die es zu klären gilt sind: „Was sind die Bedürfnisse der Kunden?“, „Welches Nutzenversprechen geben wir unseren Kunden?“ und „Was müssen wir tun, um in der Wertschöpfungskette einzigartig zu werden?“.

Besser zu sein reicht oftmals nicht mehr aus – erfolgreiche Unternehmen sind einzigartig. Klar zu definieren, welcher Nutzen den Kunden angeboten werden soll, gilt als einer der Schlüssel zum Erfolg. Um diese Fragen herum müssen dann die Interaktion mit den Kunden, die benötigten Ressourcen, die Ertragsmodelle sowie die Kostenpositionen dargestellt werden.

5. Umsetzung

In der Umsetzung gilt es zu klären „Was muss das Unternehmen tun, um die im Geschäftsmodell aufgezeigte Einzigartigkeit zu erreichen?“ Die dafür notwendigen Schritte sind mit Hilfe eines Maßnahmenplans darzustellen und strukturiert abzuarbeiten.

Erfolgsfaktoren

  • Wetteifern Sie darum einzigartig zu sein – und konkurrieren Sie nicht mit Ihren Rivalen darum der Beste zu sein!
  • Verwechseln Sie Strategie nicht mit Zielen, Maßnahmen oder einer Vision!
  • Ihr wirtschaftlicher Erfolg hängt sowohl von der grundsätzlichen Branchenattraktivität als auch von Ihrer Wettbewerbsfähigkeit und Positionierung innerhalb dieser Branche ab!
  • Operative Effizienz ist die Basis (Die Dinge besser tun) - Strategische Positionierung die Unterscheidung (Die Dinge anders machen, um einen überlegenen Wert anzubieten)!
  • Grenzen Sie sich mit Ihrem Nutzenversprechen klar von den Wettbewerbern ab!
  • Kreieren Sie eine unverwechselbare Wertschöpfungskette, die darüber entscheidet, wie die Organisation anders arbeitet!
  • Machen Sie klare Kompromisse und entscheiden Sie was Sie nicht machen wollen!
  • Erarbeiten Sie Aktivitäten die zusammenpassen und sich gegenseitig verstärken!
  • Behalten Sie die Kontinuität Ihrer strategischen Richtung bei!